Sanierung Institut für Werkstoffkunde

Sanierung von Büro- und Laborräumen, Seminar- und Besprechungsräumen sowie eines Hörsaales im denkmalgeschützten Gebäude des Instituts für Werkstoffkunde. 

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr BLB NRW Aachen
Architekt Walter Wiese, Aachen
Leistungszeit / Bauzeit 2009-2011 / 2013
Leistung Anlagengruppen Starkstrom und Schwachstrom, Gebäudeautomation
Leistungsphasen 1 - 9
Auftragsvolumen 1,19 Mio. €
BGF 3.704 m²
Projektbeschreibung

Das Institut für Werkstoffkunde verfügt über einen Hörsaal mit ca. 250 Plätzen, einigen Seminarräumen, ein Foyer, zwei Versuchshallen, eine Werkstatt für die mechanische Bearbeitung von Holz und Metall, zwei Elektrowerkstätten, ca.10 Laborräumen mit unterschiedlicher Nutzung sowie Büroräumen. Auf Grund des Baujahres (50er Jahre) und der architektonischen Ansprüche wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gesetzt. Die gesamte Sanierung erfolgte unter denkmalschutztechnischen Gesichtspunkten.

 

Auf Grund der Hörsaalnutzung ist das Gebäude eine Versammlungsstätte nach MVStättV 2005. Im laufenden Betrieb wurden die einzelnen Werkstätten, Labore, Büroräume komplett saniert. Zuerst wurden die Infrastruktur wie Zentralen, Verteiler, Hauptzuleitungen und Stränge sowie die Flure saniert. Im zweiten Ausbauschritt erfolgte die Sanierung der einzelnen Räume. Während der Sanierung waren die komplette EDV sowie zwei Labore immer in Nutzung, da über die EDV Nachbargebäude versorgt wurden.

 

Zur Stromversorgung des Gebäudes wurden im Nebengebäude die Bestandstransformatoren demontiert und durch zwei neue 800 KVA Transformatoren ersetzt. In der Werkhalle wurde auf einer Empore im EG eine Gebäudehauptverteilung erneuert, welche zur Versorgung der Hallen und des Hauptgebäudes dient. Im Hauptgebäude wurde im KG eine neue Niederspannungshauptverteilung errichtet. Ausgehend von dieser Niederspannungshauptverteilung werden Unterverteilungen und Zentralen der einzelnen Gewerke im Hauptgebäude mit elektrischer Energie versorgt.

 

Das gesamte Gebäude wurde mit einer Beleuchtungsanlage in T5 Ausführung ausgestattet, welche in Büroräumen mit einer Tageslicht abhängigen Lichtsteuerung, in Seminarräumen, Besprechungsräumen den Fluren und Treppenhäusern mittels Präsenzmelder gesteuert werden. Im Bereich der sicherheitstechnischen Anlagen ist eine Sicherheitsbeleuchtung in dynamischer Ausführung und eine Brandmeldeanlage erstellt worden. Die vorhandene Blitzschutzanlage wurde in Teilbereichen ertüchtigt. Ergänzend zur GLT existiert in den Liegenschaften der RWTH eine zentrale Leittechnik, welche die gesamten Störmeldungen aus den haustechnischen Gewerken aufnimmt. Diese ZLT wurde im Rahmen der Sanierung des Gebäudes komplett neu errichtet.

 

Wesentliche Parameter zum Bauvorhaben:

 

  • Planungszeitraum von 2009, Fertigstellung LPH 2-5: 09/2011, Fertigstellung LPH 6-8: 05/2013
  • Honorarzone: 450: III, 440+460: II
  • Gesamtbaukosten (KG 300 und 400) gesamt: 3,85 Mio. €
  • Kosten der bearbeiteten Technik Gewerke in Euro (brutto): 1,19 Mio. €

       KG 440: 1.000.000 €
       KG 450: 150.000 €
       KG 488: 40.000 €

  • BGF m²: 3.704