Neubau Schieß- und Einsatztraining im Polizeipräsidium Heilbronn

Der Neubau des Schieß- und Einsatztrainings ist ein Baustein des Polizeipräsidiums Heilbronn auf dem landeseigenen Molkteareal.

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Heilbronn
Architekt Bernd Zimmermann Architekten
Leistungszeit / Bauzeit 09/2011 - 06/2016, 10/2015 - 08/2018
Leistung Anlagengruppen Sanitär, Heizung, Lüftung, Kälte, Gebäudeautomation
Leistungsphasen Lph 3 – 8
Auftragsvolumen 600.000 €
BGF 1.260 m²
Projektbeschreibung

Der dreigeschossige Neubau wurde an der nord-östlichen Grundstücksgrenze direkt im Anschluss an den bestehenden Polizeihof platziert und beinhaltet eine 25m Schießbahn, Räume für das Einsatztraining der Polizei sowie Umkleide- und Duschräume.

In die Planung der technischen Gebäudeausrüstung mussten die Nutzungsanforderungen der Polizei, die Gesundheitsschutz- und Sicherheitsvorgaben für die Schießbahn und Trainingsräume sowie die beengten Platzverhältnisse einfließen.

 

Die Medienversorgung (Heizung / Trinkwasser) erfolgt über den Bestand des Polizeipräsidiums. Eigene Wärmeerzeugungsanlagen waren damit nicht erforderlich. Durch den Anbau an das Bestandsgelände musste im Rahmen der Baufeldfreimachung die Fort- und Außenluft für die Tiefgarage sowie ein Abwasserkanal umverlegt werden.

Die Schießbahn ist mit einer Lüftung mit Strömungsrichtung vom Schützen zur Zieldarstellung hin ausgestattet, d.h. die Zulufteinbringung erfolgt über eine Lüftungswand an der Wand zum Regieraum und die Ablufterfassung erfolgt im Bereich der Zieldarstellung und des Geschossfanges.

 

Die Zuluftanlage und Abluftanlage sind in getrennten Räumen in der Nähe der Anschlusspunkte der Lufteinbringung / Ablufterfassung untergebracht, um platzintensive Verzüge von Lüftungskanälen im Gebäude zu vermeiden. Die Wärmerückgewinnung erfolgt daher über ein Kreislaufverbundsystem. Der Schießbahn zugehörige Nebenräume (Regie, Waffenreinigung, Waffen-/Munitionslager etc.) werden mit über die Lüftungsanlage der Schießbahn versorgt.

 

Für die Einsatztrainingsräume wurden in enger Abstimmung mit der Architektur und dem Arbeitsschutz Lüftungsöffnungen bemessen und so angeordnet, dass eine natürliche Be-/Entlüftung in den Pausenzeiten ermöglicht wird. Um die Raum- und Wandflächen freizuhalten und Unfallrisiken vorzubeugen, erfolgt die Beheizung der Trainingsräume über Deckenstahlplatten.

Die sonstigen, zeitlich unabhängig von der Schießbahn genutzten innenliegenden Räume (Umkleide, körperl. Ertüchtigung, Putzraum etc.) werden über ein Kompaktlüftungsgerät be- und entlüftet. Die Beheizung erfolgt über Heizflächen.

 

Wesentliche Parameter zum Bauvorhaben: 

  • Planungszeitraum von 09/2011 - 06/2016, Bauzeit: von 10/2015 - 08/2018, Übergabe des Objekts: 26.02.2019
  • Gesamtbaukosten (KG 200 – KG 600): 4,78 Mio. € (brutto)
  • TGA-Gesamtkosten (KG 400): 600.000 € (brutto) (ohne ELT)
  • KG 410: 150.000 € 
  • KG 420: 160.000 €
  • KG 430: 208.000 €
  • KG 480: 27.000 €

  • KG 540: 55.000 €

  • Honorarzone: II
  • BRI m3: 6.244, HNF m2: 929, BGF m2: 1.260