Neubau Zentral-OP (ZOP) am Universitätsklinikum Aachen

Das Universitätsklinikum Aachen wird um einen Neubau erweitert, der im Wesentlichen OP- und Intensivbereiche umfasst

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr ukafacilities GmbH
Architekt Arge HENN | C.F. Møller
Leistungszeit / Bauzeit Seit 04/2018
Leistung Anlagengruppen KG 230 | 430|440|450|460|480 und 540
Leistungsphasen LP1 - LP8
Auftragsvolumen 47,8 Mio. €
Projektbeschreibung

Das Universitätsklinikum Aachen wird um einen Neubau erweitert, der im Wesentlichen OP- und Intensivbereiche umfasst. Um freien Blick auf das denkmalgeschütze Hauptgebäude sicher zu stellen, wurde im Vorfeld dieses Projektes ein Wettbewerb ausgelobt, den das mit der weiterführenden Planung beauftragte Team aus Architekten und Ingenieuren unter der Federführung der ARGE HENN | C.F. Møller gewonnen hat. Zu den Planungen für den Neubau gehören zum Gesamtprojekt noch der an den Neubau angrenzende Fahrradkeller sowie diverse Umbauflächen im Bestand.   

Die Abmessungen des geplanten, sich komplett im Erdboden befindlichen Neubaus betragen in Ost-West-Ausdehnung ca. 280m und in Nord-Süd-Ausdehnung ca. 60m.

Das Gebäude besteht aus drei Hauptfunktionsbereichen:

  • 35 Operationssäle (alle 1b)
  • Intensivstation mit 50 Intensivbetten sowie den zugehörigen Funktionsbereichen und
  • Tagesklinik mit der anschließenden Eingangshalle,

Sämtliche Hauptfunktionen befinden sich im zweiten Untergeschoss. Ein Geschoss darunter befinden sich die Technikflächen für alle Gewerke.

Die Gewerke der Nassmedien, Sanitär, Heizung sowie Kälte werden an die Energienetze des Bestandes angeschlossen.

Der Leistungsbedarf für den Neubau wurde mit rd. 1,7 MW Wärme und 3,9 MW Kälte ermittelt. Abweichend zu den Wassermedien werden die medizinischen Gase im ZOP selbst erzeugt. Das ZOP wird wie der gesamte Bestand flächendeckend mit einer Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage ausgestattet.

Die lüftungstechnische Versorgung des ZOPs erfolgt über drei Vollklima-Hauptanlagenverbünde

  • Intensiv,
  • OPs + Nebenzonen sowie
  • Tagesklinik / Zugang ZOP

mit in Summe ca. 250.000m3/h. Für untergeordnete Bereiche ist eine teilklimatisierte 4. Zone mit ca. 50.000m3/h vorgesehen. Sämtliche RLT-Anlagen sind mit hocheffizienten Wärmerückgewinnungsanlagen sowie adiabater Abluftbefeuchtung vorgesehen. Die Befeuchtung der Zuluft erfolgt abweichend von den a.R.d.T. mit VE-Wasser mit Hochdruckdüsenvernebelung.  

Zudem sind zentrale Entrauchungsanlagen sowie Rauchschutzdruckanlagen (RDA) je Treppenhaus sowie für die Feuerwehraufzüge vorgesehen.

Die Versorgung mit elektrischer Energie erfolgt über die bestehenden AV- und SV Mittelspannungsringe des Klinikums. Der Gesamtleistungsbedarf wurde mit rd. 3,5 MVA ermittelt, dafür werden je Netzform 4 Trafos mit je 1250 kVA vorgesehen. Die BSV- und USV-Netze werden über neue Zentralanlagen im Neubau versorgt.

Die Beleuchtung erfolgt mittels LED-Leuchten.

Eine vollflächige automatischen Brandmeldeanlage ist zur Brandfrüherkennung geplant, die Alarmierung erfolgt über eine Sprachalarmierungsanlage.

Die Hauptkomponenten des Lichtrufsystems werden als IP-fähige Komponenten ausgeführt.

 

Für den ZOP ist zudem ein neues Gebäudeautomationssystem (GA-System) vorgesehen, welches die Steuerung, Regelung und Überwachung sämtlicher Geräte und Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung übernimmt. Im Automationsbereich werden für die verschiedenen Fachbereiche der TGA unterschiedliche Systeme errichtet, die auf der Managementebene übergeordnet zusammengefasst werden.

Folgende wesentliche technische Anlagen wurden geplant:

  • Wärmeübergabestation für die Versorgung der RLT-Geräte und der statischen sowie dynamischen Heizflächen mit einer Gesamtleistung von 1.700 kW
  • 12 Stück Zentrallüftungsanlagen mit hocheffizienter WRG mit in Summe ca. 300.000m³/h
  • Elektrischer Leistungsbedarf ges. 3,5 MVA
  • Brandmeldeanlage flächendeckend
  • Datenports rd. 4000 Stk.
  • Wärmeübergabestation für die Versorgung der RLT-Geräte und der Kühldecken sowie der Kühldecken mit einer Gesamtleistung von 4.000 kW
  • Drucklufterzeugung und Druckluftversorgungsnetz mit 3 Kompressoren inkl. Pufferung
  • Flaschenbatterien für Sauerstoff und CO2
  • vollflächige Sprinklerung des Gebäudes
  • MSR in Summe ca. 8.300 physikalische und ca. 3.700 kommunikative Datenpunkte

 

Wesentliche Parameter zum Bauvorhaben:

  • Planung seit 04/2018
  • Übergabe des Objekts: geplant bis Ende 2023
  • beauftragte Leistungsphasen HOAI: 01 – 08
  • beplante Kostengruppen/Gewerke: KG 230 | 430|440|450|460|480 und 540
  • BGF m²: ca. 47.700
  • Gesamtbaukosten (KG 200 – KG 500): 178,5 Mio. € / 150 Mio. € (brutto/netto)
  • TGA-Gesamtkosten (KG 400 ohne Med.Technik): 56,9 Mio. € / 47,8 Mio. € (brutto/netto)