Bürogebäude Ed.Züblin AG Stuttgart

In Ergänzung der bereits am Standort Stuttgart-Möhringen vorhandenen Gebäude Züblinhaus (Z1) und Züblin Zzwo (Z2) entsteht südlich der beiden Bestandsgebäude ein Verwaltungsneubau. Das Gebäude Z3 auf dem Grundstück der Ed. Züblin AG.

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Ed. Züblin AG Stuttgart / Herr Markus Genswein
Architekt MHM architecs Wien
Leistungszeit / Bauzeit 2010, 2011-2012
Leistung Anlagengruppen Heizungs-, Sanitärtechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, Elektro-(incl. Stark-und Schwachstromtechnik), Regelungstechnik, Rechentechnik
Projektbeschreibung

Vorgesehen ist ein Gebäude mit eingeschossiger Tiefgarage und fünf oberirdischen Büro-Geschossen. Im EG des Gebäudes soll ein Rechenzentrum mit mehreren Ausbaustufen integriert werden. Eine hohe Qualität der Gebäudehülle ist Grundvoraussetzung für eine hohe Energieeffizienz und ein angenehmes Raumklima. Die Fassadenkonzeption ermöglicht eine optimale Reduktion der notwendigen Heiz- bzw. Kühllasten, so dass auf konventionelle Klimatisierungstechniken weitgehend verzichtet werden kann. Kern der Gebäudetechnikkonzeption ist der Einsatz neuer ressourcenschonender Technik mit dem Ziel, ein Netto- Null- Energie-Gebäude zu schaffen, was den DGNB Standard Gold erreicht. Das Gebäude beinhaltet eine Nutzung als Bürogebäude mit Rechenzentrum im Erdgeschoss. Eine Verknüpfung mit dem bestehenden Rechenzentrum im Züblin Haus ist Bestandteil der Maßnahmen. Beide Rechenzentren werden mit gleichen Standards wie Wasserkühlung und Blade- Servertechnologie neu aufgebaut bzw. umgerüstet. Eine zentrale neue Kälteerzeugung und Rückkühlung versorgt beide Rechenzentren über ein Kühlsystem.

Die Haustechnikplanung umfasste im Einzelnen:

  • Brauchwassernutzung für die Nutzung des Regenwassers im Gebäude für WC-Anlagen und außerhalb des Gebäudes für Grünflächenbewässerung
  • Notkühlung EDV über Trinkwasserhauptleitung
  • Sauerstoffreduktion für Rechenzentrum
  • Die Wärmebereitstellung für das Gebäude erfolgt über eine hocheffiziente Wärmepumpe unter Nutzung der Abwärme vom im Gebäude integrierten Rechenzentrum.
  • Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über an den Geschossdecken angebrachte Kapillarrohrsysteme. Diese werden über einen von der Wärme- und Kälteerzeugung getrennten Systemkreis versorgt.
  • Eine nutzerspezifische Anpassung der Raumtemperatur in den einzelnen Nutzungseinheiten ist damit raumweise möglich.
  • Über die Abwärme des Rechenzentrums soll zusätzlich zur Beheizung des Gebäudes auch die Eisfreihaltung der Tiefgarageneinfahrt realisiert werden.
  • Die Be- und Entlüftung des Gebäudes erfolgt über eine zentrale Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung und adiabater Abluftbefeuchtung zur sommerlichen Kühlung der Zuluft.
  • Die Lüftungsanlage wird in Bereichen mit öffenbaren Fenstern nur bei Heiz- oder Kühlbedarf betrieben, in der restlichen Zeit erfolgt eine manuelle Fenster-Lüftung.
  • Die Zuluft wird über Schlitzauslässe im Bereich der Flur- Trennwände in die Büroräume eingeblasen.
  • Die zentrale Kälteerzeugung und Rückkühlung wird primär zur Kühlung des Rechenzentrums errichtet.
  • Vorgesehen wird ein Notstrom-Dieselaggregat mit einer Leistung von ca. 425 kVA.
  • Die Ausführung der Elektroinstallation erfolgt mit Verwendung eines EIB Systems. Alle Leuchten werden in LED-Technik vorgesehen