Zentrum für Chemische Biologie - Uni Konstanz

Errichtung eines Forschungsgebäudes am Campus Universität Konstanz.

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Staatliche Vermögens- und Hochbauamt Konstanz / Herr Stolle
Architekt Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Herr Di Gaetano
Leistungszeit / Bauzeit 2009 - 2013
Leistung Anlagengruppen Heizungs-, Lüftungs-, Kälte-, Sanitär- und Medienversorgungstechnik sowie MSR- Technik
Leistungsphasen LP 1 - LP 8
BGF 6.040 m²
Projektbeschreibung

Die Errichtung eines Forschungsgebäudes am Campus der Universität Konstanz schaffte die bauliche Infrastruktur des Zentrums für Chemische Biologie (CCB), welches an der Schnittstelle von Biologie und Chemie interdisziplinär forschen wird. Es entstand eine leistungsfähige Infrastrukturplattform, deren projektspezifische Beratung und Fachkompetenz der gesamten Universität zur Verfügung stehen wird. Die Integration weiterer Arbeitsgruppen aus anderen Fachbereichen wird durch die hohe Flexibilität des Gebäudes ermöglicht - der Neubau ist anpassungsfähig für zukünftige Entwicklungen.


Es wurde ein 4-geschossiges Gebäude mit rund 2.700 m² Nutzfläche errichtet. Durch die Lage am Hang sind auf der Talseite 4 Geschosse, auf der Berg- bzw. Straßenseite 3 Geschosse sichtbar. Im Hanggeschoss (Ebene 4) befindet sich die Technik, in den übrigen drei Geschossen entstanden S1 und S2 Labore und Büroflächen. Begegnungs- und Kommunikationsflächen, wie Seminarraum und CommonCenter, sind in Ebene 6 und 7 an der zentralen Erschließung angeordnet. Das Forschungsgebäude ist über eine Brücke mit dem Bestandsgebäude M verbunden.  
Bei der Planung und Errichtung des Gebäudes wurde insbesondere in der Vorhaltung der TGA Anlagen eine Aufstockbarkeit des Gebäudes um eine Etage gleicher Nutzung berücksichtigt.

Energiekonzept

Die Versorgung des Neubaus mit Heizwärme erfolgt über eine Anbindung an die auf dem Campus vorhandene zentrale Wärmeversorgungsanlage, welche die Heizwärme umweltfreundlich mittels Kraft-Wärmekoppelung von erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerken erzeugt. Die Labore werden über die Lüftungstechnik, Treppenhäuser, Flure, Sanitärräume und sonstige Nebenräume über statische Heizflächen beheizt.

Der Neubau wird von dem ebenfalls auf dem Campus bestehenden Kühlkaltwassernetz mit Kälteenergie versorgt, welches direkt mit Bodenseewasser gespeist wird. Das Temperaturniveau des Kühlkaltwassers liegt bei ca. 6° bis 8° C und wird durch die Kälteverbraucher auf ca. 14°C erwärmt und mit dem Rücklauf über das Regenentwässerungssystem an die Natur zurückgeführt. Durch die Ausnutzung dieser natürlichen Kälteenergiequelle konnte auf die Errichtung einer aufwändigen Kälteerzeugungsanlage verzichtet werden.


Alle notwendigen Räume werden mit dem minimal notwendigen Luftwechsel mechanisch be- und entlüftet. Für die Rückgewinnung der Wärme aus der Abluft sind die Zu- und Abluftgeräte über ein Kreislaufverbundsystem verbunden. Somit wird 63% der Wärme aus der Abluft an die Zuluft rückübertragen. Durch die gewählte Baukonstruktion und das TGA Konzept wird der nach ENEV 2009 maximal zugelassene Wert um 15% unterschritten.