Fertigstellung der Neubauten - Deutsche Welle

Instandsetzung und Fertigstellung der Neubauten an der Kurt Schumacher Straße 3 in Bonn, zur Unterbringung der Deutschen Welle (Schürmannbau).

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Obermayer Planen + Beraten / Herr Meier-Hedde
Architekt Joachim Schürmann und Partner
Projektbeschreibung

Nach dem Hochwasserschaden und dem Umzug des Parlaments nach Berlin wurde eine neue Nutzung für die zum Teil fertig gestellten Gebäude im Auslandssender der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Welle, gefunden. Die verschiedenen Organisationseinheiten des Funkhauses (Sende- und Produktionskomplexe, Redaktionen für 65 Fremdsprachen, Verwaltung, rundfunktechnische Werkstätten und Labors, umfangreiches Aus- und Fortbildungszentrum, Monitordienst, insgesamt ca. 1500 Mitarbeiter) werden in einen Gebäudekomplex aus neun Häusern (ca. 40000m²) und fünf Untergeschossen (ca. 100000m²) untergebracht.
Unsere Aufgabe war es die Leistungsphase 8 der HOAI im gesamten Bereich der Kommunikations- und Sicherheitstechnik zu realisieren. Im Einzelnen waren das die Installationen im Bereich der Datentechnik, Sprechanlage, Brandmeldeanlage, PVA Anlage, Zutrittskontrollsystem, Fluchttürsteuerung, ELA-Anlage, Doppelboden, Behinderten-Rufanlage, Telefonverkabelung, Parkleitsystem, Videoüberwachung innen und außen sowie der Einbruchmeldeanlage.

Die gesamte Datentechnik wurde als sogenanntes Fiber-To-The-Desk-System in Glasfasertechnologie ausgeführt. Neben den überragenden übertragungstechnischen Eigenschaften bietet dieses System eine Vielzahl von Randparametern, die eine Installation in einem großen Gebäude vereinfacht:

  • Entfall der 90 m Längenrestriktion und damit Verzicht auf Etagenverteiler
  • Erheblich verringerter Verlegesystembedarf im Vergleich zu einer Kupfer Kat6/Kat7-Verkabelung gleicher Anschlussdichte
  • Deutliche Reduzierung der Brandlasten auf den Kabelwegen
  • Keine EMV Probleme

Die für dieses System notwendigen Zentralräume ließen sich in den Untergeschossen unterbringen. Die Anbindung an die einzelnen Etagen erfolgte über vertikale Kabelschächte.     

Die Struktur Verkabelung erfolgte wie folgt:

  • Das Primärnetz vermascht das Rechenzentrum mit dem Datenhauptverteiler und dem Sendedatenverteiler (welcher gleichzeitig als Havarie-Rechenzentrum genutzt wird)
  • Im Sekundärbereich werden die Bereichsverteiler in jedem Haus in einer Doppel Sternstruktur an den Datenhauptverteiler und Sendedatenverteiler angebunden.


Die Tertiärverkabelung erfolgte in jedem Haus vom Bereichsverteiler über vertikale Kabelschächte und Estrich überdeckte Bodenkanäle zu den einzelnen Arbeitsplätzen.