Erweiterung der JVA Heinsberg

Die JVA Heinsberg verfügt über eine Kapazität zur Aufnahme von derzeit ca. 280 Häftlingen. Die Erweiterung ermöglicht es, ca. 260 zusätzliche Häftlinge aufzunehmen.

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr BLB NRW Aachen / Frau Christiane Jansen
Architekt Beusterin und Eschwe / Ansprechpartner: Herr Eschwe
Leistungszeit / Bauzeit 2007-2010, 2010-2013
Leistung Anlagengruppen HLS, MSR, Küchentechnik
Leistungsphasen LP2 - LP9
BGF 33.550 m²
Projektbeschreibung

Als Erweiterung werden ein Strafhaft-, ein U-Haft-, zwei Technik- und ein Garagengebäude neu erstellt. Auf Grund der Kapazitätserhöhung werden der offene Vollzug, die Küche, das Heizhaus, die Verwaltung und die Sporthalle im Bestand während des laufenden Betriebs erweitert.
Der Planungsauftrag der Klett Ingenieur GmbH umfasste die Gewerke Sanitär-, Heizung-, Lüftung-, Kälte-, MSR- und Küchentechnik.
Alle Neubauten und zu sanierenden Altbauten erhalten eine neue Erschließung der Trinkwasserversorgung und Fernwärme. Die Fernwärmeversorgung erfolgt von einem zentralen Kesselhaus in der Liegenschaft, welches um ca.1,8 MW Heizleistung erweitert wird. Die gesamten Neubauten erhalten eine Fußbodenheizung, welche dem ENEV Nachweis geschuldet ist. Die Erzeugung von Trinkwarmwasser erfolgt über einzelne Pufferspeicher mit thermischer Desinfektion, welche in den jeweiligen Technikzentralen aufgestellt sind. Ferner werden diese Pufferspeicher auf einigen Gebäuden durch eine Solarthermie gespeist. Ergänzend zur gültigen ENEV wurde zusätzlich zur Fernwärme eine Solarthermie eingesetzt.
Ab dem Übergabepunkt des Energieversorgers wird ein neues Rohrleitungsnetz für die Trinkwasserversorgung auf dem Gelände im Ring verlegt. Zur besseren Kontrolle der Häftlinge erfolgt pro Zelle die Absperrung der Trinkwasserversorgung im Zellenschacht neben der Zelle.
Die mechanische Lüftung erstreckt sich über die Flurbereiche, Sonderzellen, alle innen liegenden Räume und Sonderbereiche. Die Lüftung der einzelnen Zellen erfolgt mittels Überströmung aus dem Flur, wobei die Abluft in den Sanitärzellen abgesaugt wird.
Räume wie z.B. Technikräume, BGH Zellen, Küche und Pförtner etc. erhalten zusätzlich zur mechanischen Lüftung eine Kühlung, um die geforderten Raumkonditionen im Sommer einzuhalten.
Flurbereiche, welche sich mittels Panoptiken über mehrere Etagen erstrecken, erhalten eine mechanische Entrauchung.
Die gesamte Küche erhält neue Kühlzellen, Kochgerätschaften, Vorbereitungsräume, Trockenlager, Kartoffellager, Flaschenlager, Nassmülllager, Spülküche etc. Ferner wird in der Küche eine Lüftungsdecke eingebaut, welche den Kochbereich abdeckt.
In der gesamten Liegenschaft wird die MSR-/GLT erneuert. Dazu werden Informationsschwerpunkte in den einzelnen Gebäuden errichtet, deren Informationen auf einer GLT–Leitzentrale auflaufen.