Neubau Hybrid-OP - Herzzentrum Uniklinik Dresden

Im Herzzentrum Dresden wurde ein Hybrid-OP als interdisziplinärer Eingriffsraum errichtet.

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Herzzentrum Dresden GmbH - Universitätsklinik / Herr Berbig, Herr Moeller
Leistungszeit / Bauzeit 2010, 2010-2011 (Abgeschlossen)
Leistung Anlagengruppen Bautechnik, Heizungs-, Sanitärtechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, Elektro-(incl. Stark-und Schwachstromtechnik), Regelungstechnik, Med. Gase
Projektbeschreibung

Im Herzzentrum Dresden wurde ein Hybrid-OP als interdisziplinärer Eingriffsraum errichtet. Dazu wurde im 2.Obergeschoss des Bestandsgebäudes ein ca. 400 m² umfassender Bereich entkernt und im  laufenden Krankenhausbetrieb umgebaut. Der Umbau bis zur Inbetriebnahme des neuen OP dauerte 18 Wochen.
Die Ausführung erfolgte in Raumklasse 1a. Dies bedeutet Lüftungssysteme mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung (TAV) über dem gesamten Schutzbereich. Zum geplanten OP-Bereich gehören ein Waschraum, Ein- und Ausleitung sowie ein Schaltraum.  Als unabhängige Nutzungseinheit wurden Sanitär- und Umkleideräume mit integrierter Schleuse und einem Elektro-Verteilerraum hergestellt. Die komplette Entkernung wurde schrittweise, während des laufenden Betriebes in den angrenzenden Bereichen, unter ständig zu gewährleistender staubfreier Abschottung durchgeführt. Der neue OP wurde als eigener Brandabschnitt ausgeführt. Der OP  wurde in kürzester Zeit mit hohem Einsatz aller Ausführenden incl. Wochenendarbeit errichtet.  

Im Einzelnen wurden geplant:  


Bautechnik:

  • Abbruch und Entkernung des Bestandsbereiches
  • Trockenbautrennwände (teilweise in  Brandschutzqualität)
  • Deckensysteme mit erhöhter hygienischer Anforderung
  • Türen, Schiebetüren
  • Außenfenster in Brandschutzqualität (OP-Raum)
  • Fußbodenbeläge
  • Malerarbeiten
  • Fliesenarbeiten


Sanitäre und heizungstechnische Anlagen:

Die Versorgung der sanitären Anlagen mit Trinkwasser (KW und WW) erfolgt aus dem bestehenden Leitungsnetz. Die Bedarfsanschlüsse wurden von den bestehenden Leitungen abgegriffen. Die Verlegung der neuen Anschlussleitungen erfolgte in den Unterhangdecken. Der Anschluss der geänderten Heizkörper erfolgte analog zu den sanitären Anlagen über das bestehende vorhandene Heizleitungsnetz.  

Lüftungstechnische Anlagen:

Für die Zu- und Abluft des neu geschaffenen OP-Bereiches wurde ein zusätzliches Lüftungsgerät in Ebene 4 aufgestellt. Das OP-Luftführungssystem mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung (TAV) garantiert die geforderte 1a-Klassifizierung.  

Elektrotechnische Anlagen:

Zum Anschluss der Verbraucher des Hybrid-OP wurden AV- und SV-Unterverteilungen neu erstellt und in die Bestandsanlagen integriert. Die Einspeisung der Unterverteilungen erfolgt analog den bereits vorhandenen Verteilungen im Bestand. Die ZSV-Versorgung erfolgt durch Erweiterung von einer bereits bestehenden Versorgung. Für die Versorgung der Verbraucher außerhalb des OP-Bereiches wurden die bestehenden Verteilungen AV und SV, die durch die neue Raumnutzung verlegt werden mussten, erweitert.

Medizinische Gase:

Die Erweiterung der medizinischen Gase erfolgte durch Anschlüsse an das vorhandene Netz des Krankenhauses.