Grünenthal Neubau Gebäude Wirkstoffproduktion „IMPACT“ Gebäude 702

Die Firma Grünenthal Pharma GmbH hat, auf dem Werksgelände W5 in Aachen Eilendorf ein neues Gebäude für eine Multifunktionale Wirkstoffproduktion mit ca. 6.100 m² Gesamtfläche errichtet.

Projektdaten

Auftraggeber / Bauherr Grünenthal Pharma GmbH - Herr Hegewald
Leistungszeit / Bauzeit 2006-2007, 2008-2009
Leistung Anlagengruppen Heizung/ Kälte/ Lüftung/Sanitär/ Elektro- und Datentechnik/MSR
Leistungsphasen LP2-LP8
Projektbeschreibung

Die Firma Grünenthal Pharma GmbH hat, auf dem Werksgelände W5 in Aachen Eilendorf ein neues Gebäude für eine Multifunktionale Wirkstoffproduktion mit ca. 6.100 m² Gesamtfläche errichtet.

Das Gebäude gliedert sich im Wesentlichen in das nahezu würfelförmige Produktionsgebäude sowie den eingeschossigen Anbau in dem einige Büroräume sowie die erforderlichen Sozialräume (Umkleiden, Waschräume, Pausenraum) untergebracht sind. Beide Baukörper sind unterkellert. Zum Nachbargebäude wurde auf Kellerniveau ein Verbindungstunnel zur Medienanbindung erstellt.

Das Produktionsgebäude hat vier Geschosse für die Produktion mit größeren Ex-Schutz-Bereichen, ein Kellergeschoss sowie eine Dachtechnikzentrale. Die Hauptversorgungsleitungen der erforderlichen Medien sowie ein Teil der Haupt- Lüftungsleitungen wurden in einem zentralen Medienschacht angeordnet.

Heizungstechnik

Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über ein neu errichtetes Dampfnetz (Dampfmenge ca. 21 t/h). Zur optimalen Energieausnutzung wurde eine umfangreiche Nachdampfnutzung installiert

Kältetechnik

Im Gebäude wurden kältetechnische Anlagen mit unterschiedlichem Temperaturniveau (Kühl(turm)wasser, Kaltwasser, Splitkälte) installiert. Die Kühlturmwassererzeugung erfolgt mittels 2 Kühltürmen auf dem Dach. Die Kaltwassererzeugung erfolgt mittels zweier Turboverdichter. Die Splitkälteanlage dient in der Hauptsache der Kühlung von Räumen der Elektro- und MSR-Technik.

Lüftungstechnik

Das gesamte Gebäude wird kontrolliert be- und entlüftet. Die Lüftungsanlagen wurden dabei konzipiert für die Herstellung der geforderten Raumluftparameter (Luftwechsel, Temperatur, Feuchte, Reinheit) in Abhängigkeit der Vorgaben hinsichtlich der Anforderungen der Produktionsprozesse und unter Berücksichtigung der Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinie. Die Abluftanlagen von Produktions- und Sonderanlagen wurden gemäß den gültigen Explosionsschutzvorgaben ausgeführt.

Die Be- und Entlüftung erfolgt über Drallaus- /-einlässe bzw. mit Zu- und Abluftgitter. Teilweise erfolgt eine bodennahe Ablufterfassung. In Sonderbereichen sind die Aus- und Einlässe für die Aufnahme von Schwebstofffiltern vorgerüstet. Teilbereiche des Gebäudes sind als Hygienebereiche ausgewiesen. Dort wurde eine Druckhaltung über die Regelung des Abluftvolumenstroms realisiert. Staubbelastete Abluft wird über eine separate Entstaubungsanlage erfasst, gefiltert und über Dach abgeblasen.

Medienversorgung

Das Gebäude wird über den Mediengang im Untergeschoss über das Liegenschaftsnetz mit Druckluft und Stickstoff versorgt. In der Technikzentrale im Untergeschoss wurde eine Aufbereitungsanlage für Druckluft (mit Absperrungen, Filter, Druckluftbehälter und Verteiler) und für Stickstoff aufgebaut.

Elektrotechnik

Die Stromversorgung erfolgt aus dem werksinternen Mittelspannungsring über eine im Anbau integrierte Trafostation und Schaltanlage. Die vertikale und horizontale Stromverteilung zu den einzelnen Etagenverteilern erfolgt über verschiedene Stromschienensysteme mit Nennströmen bis 3.200 A.
In den Produktionsbereichen wurden Installationsgeräte und Beleuchtungskörper mit Ex-Schutz Klassifizierung eingesetzt. Aufgrund des Ex-Schutzes waren besondere und umfangreiche Potentialausgleichsmaßnahmen notwendig.

Im gesamten Gebäude wurde eine flächendeckende Brandmeldeanlage nach Kategorie 1 errichtet. Je nach Anwendungs- und Einsatzzweck kommen Wärmedifferentialmelder, Mehrsensormelder, Handmelder und Rauchansaugsysteme zum Einsatz.

MSR-Technik

Es wurde eine MSR-Anlage mit drei Informationsschwerpunkten installiert. Die ISP untereinander und die übergeordnete Leitzentrale kommunizieren über einen Systembus. Zur Bedienung vor Ort wurden in den Technikzentralen zwei Bedienrechner aufgestellt. Ergänzt wird diese Bedienung durch eine Handbedienebene an den Schaltschränken vor Ort.